Reisebericht Norwegen – Mai 2014

Im Mai 2014, nach kurzfristigem Entschluss Norwegen zu bereisen, sichteten wir bestehende Angebote diverser Veranstalter über Bus- und Schiffsreisen. Da unser Schwerpunkt sich aber auf Naturerlebnis und Unabhängigkeit gründete, entschieden wir uns für die Anmietung eines Wohnmobils. Nach längerer Suche und Kontaktaufnahme zu Herrn Rebbe vom Reisemobilpartner Lippe, haben wir uns entschlossen dort ein Wohnmobil anzumieten. Von Anfang an waren wir von der kompetenten und herzlichen Beratung durch Herrn Reppe angetan. Das angemietete Wohnmobil Carthago Malibu 600 entsprach in Ausstattung und Qualität genau unseren Vorstellungen. Insbesondere die sehr gute komplette Ausstattung und absolute Sauberkeit des noch fast neuen Fahrzeugs waren beeindruckend.

Wir haben fantastische, erlebnisreiche 3 Wochen in Südnorwegen verbracht und möchten uns auf diesem Wege für die sehr gute Beratung, Service und außergewöhnliche Freundlichkeit ganz herzlich bei Herrn Rebbe bedanken.

Unsere Reise begann am 17.05.2014 und führte uns nach einer ersten Übernachtung in Rendsburg zunächst nach Aabenraa und Haderslev in Dänemark, wo wir früher einige Male Urlaub gemacht haben. Wenn man so will war dies eine kleine Erinnerungstour von der aus wir dann nach Hirtshals zur Fähre fuhren. Bei zunächst schlechtem Wetter erfolgte am 19.05. die Fährüberfahrt nach Norwegen, wo uns dann bereits trockenes, sonniges Wetter erwartete und im Laufe der weiteren Reise erhalten blieb.

Über Mandal führte uns der Weg nach Lindesnes, wo wir einen sehr schönen Stellplatz vorfanden. Bei bestem Wetter haben wir die besondere Stimmung an der felsigen Küste bei Lindesnes Fyr, bei einer Wanderung in den Abendstunden, genossen. Am nächsten Morgen ging es weiter über Lyngdal nach Flekkefjord. In Kvalland Havn konnte dann der erste, aber auch einzige Fisch geangelt, gebraten und verspeist werden. Leider ist die Angel bei einem späteren Zwischenstopp an einem anderen Stellplatz vergessen worden.

Auf der Engeroy-Halbinsel konnten wir bei einer längeren Wanderung zunächst den dortigen Leucht- turm wegen starken Nebels nicht finden. Erst spät am Abend hatten wir eine einzigartige Sicht, klares Wetter und konnten um 23.30 Uhr, es war noch sehr hell, tolle Fotos machen. Egersund und das Orresanden Fyr waren die nächsten Stationen bevor Stavanger mit einer ausgiebigen Stadt- besichtigung erkundet wurde. Von Hjelmelande ging es mit der Fähre nach Nesvik, wo wir in einer Lachsfabrik den ersten geräucherten Lachs gekauft und zum Abendessen genossen haben. Über Sauda, Vikedal und Jondal führte der weitere Weg nach Ulvik, wo die dortige rote Kirche besichtigt wurde, danach nach Voss und anschließend Flåm. Vorher ging es vorbei an beeindruckenden Wasserfällen. Die Fahrt mit der Flåmbahn nach Myrdal mit tollen Aussichten, bei weiterhin strahlendem Sonnenschein, war ein weiteres Highlight unserer Reise. Durch den 24,5 km langen Laerdalstunnel, mit den beiden hellblau erleuchteten Hallen, ging es weiter nach Borgund, wo wir die dortige Stabkirche leider nur von außen besichtigen konnten, wie übrigens auch anschließend in Kaupanger und auch Urnes. Nächstes Ziel war der Geirangerfjord. Auf der Strecke dorthin über

Geirangerfjord_
Stryn bis zum dortigen Gletscher, konnten wir in der Höhe im Schnee bei ca. 22 Grad eine Pause an einem schönen Stellplatz machen, bevor wir zum Geirangerfjord kamen. Von der Berghöhe aus hatten wir einen tollen Blick auf den Fjord und konnten die Aussicht vom dortigen großen Betonstuhl genießen. Eidsdal, Valldal und Andalsnes und dann Gudsbrandsjuvet mit der tiefen, durch das Wasser geprägten, Schlucht,
waren die nächsten Ziele. Am Gudsbrandsjuvet konnten wir über Eisenstege den tosenden, tiefer liegenden Wassermassen zusehen und auf dem beiliegenden Stellplatz in Ruhe die Nacht verbringen. Der folgende Tag hatte Trollstigen zum Ziel, wo bei erneut schönstem Wetter, die Bergstrecke befahren und die imponierenden Aussichten genossen werden konnten. Das toll angelegte Areal ist ein absolutes “Muß” auf einer Norwegentour. Über Andalsnes, am Romsdalsfjord entlang, zur Stabkirche nach Rodven ging es dann weiter nach Molde. Vorher passierten wir über den Julsund eine toll geschwungene Brücke.

Hinter Molde konnten wir bei einer Rast an einer kleineren Bucht Schweinswale sehen. Von Molde nach Bud und von da an war die Atlantikstraße das nächste Highlight. Die insgesamt imposante Atlantikstraße konnten wir wieder bei bestem Wetter befahren und die tolle Landschaft und Brückenbauwerke bewundern. Auf Stromsholmen haben wir einen gemütlichen Abend mit einem auf der Reise immer mal wieder angetroffenen, ebenfalls mit Wohnmobil reisenden, Ehepaar verbracht und bis in die Nacht, bei toller Sicht auf das Meer, Reiseerfahrungen ausgetauscht.
Über Oppdal nach Ringebu führte der Weg uns zur dortigen Stabkirche, die aber wegen Bauarbeiten leider nicht zu besichtigen war. Auf der E6 ging es weiter über Lillehammer Richtung Oslo, am Oslofjord entlang.
Ausführlich haben wir vorher noch das kulturhistorische Maihaugen, ein Museumsdorf bei Lillehammer besucht. Sandefjord, dann Kragerö und Risör, sehenswerte Orte mit schönem Hafen, haben wir auf dem weiteren Rückweg angefahren, bevor am 01.06. die Fährüberfahrt von Kristiansand nach Hirtshals den Norwegenaufenthalt beendete.

Einige weitere Tage verbrachten wir in Skagen in Dänemark wo wir auf einem schön gelegenen Areal, direkt vor einer Düne am Meer, ein paar Tage zur Entspannung verbrachten und nach vielen gefahrenen Kilometern ausruhen konnten. Auch hier war das Wetter immer noch sehr gut, ein Bad im Meer war möglich und wir konnten zum Abschluß der Reise noch Grenen bei Skagen besuchen, die Stelle wo Nord- und Ostsee sich treffen.

Die insgesamt 3-wöchige Reise war ein tolles Erlebnis. Die für Wohnmobilisten in Norwegen bereitgestellte Infrastruktur, hier besonders zu erwähnen die sehr guten Stellplätze, teilweise in Traumlagen und an interessanten Aussichtspunkten, bieten Garantie für Urlaubserlebnisse der besonderen Art. Möglich war dies insbesondere aber auch durch das angemietete Wohnmobil, welches mit der umfangreichen, hervorragenden Ausstattung und technisch einwandfreien Zustand diese Reise erst ermöglichte.

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